Borussia Dortmund: Unfair!

Borussia Dortmund ist optimal in die Bundesligasaison gestartet, sieht man vom Punkteverlust in Freiburg und der sicher unnötigen Niederlage gegen die §Roten Bullen“ einmal ab. In der Champions League wirkte die Borussia eher formschwach. Gegner, die sich auf das aufwändige Spiel des BVB einlassen, haben sie teilweise mit den eigenen Waffen geschlagen.

Ergebnis: Ein Shitstorm erster guter ergießt sich über die Mannschaft uns insbesondere über Roman Bürki, den Torhüter. Wären es Bayern oder Leipzig-Fans, die sich hämisch als Kritiker entpuppten, wäre das eher normal. In diesem Fall aber fallen eine Reihe von BVB-Fans u.a. im Netzwerk Twitter über die Mannschaft und Bürki her, als gäbe es pro geschriebenem Buchstaben eine Prämie.

Da geht die Kritik dann auch schon ein ums andere Mal unter die Gürtellinie. Gut, dass Michael Zorc und Trainer Peter Bosz sich da eindeutig positioniert haben und den Spielern den Rücken stärken. Dies vor allem pro Torhüter Roman Bürki, der dem BVB schon so manche Führung durch Glanztaten gerettet hat und nuneinmal eine etwas schwächere Phase durchmacht. Ganz richtig, wer da sagt: Wenn du als Torwart patzt bist du der Arsch – wenn du als Spieler patzt, fällt es meist erst auf, wenn auch der Torhüter patzt.

So kraß der Fehler von Bürki in Nikosia auch gewesen sein mag, nach dem nächsten gehalteten Strafstoß ist wieder Hosianna-Stimmung angesagt. Manchmal frage ich mich wirklich, was so in den Köpfen der Fans vor sich geht, wenn sie auf Twitter oder Facebook in die Tasten greifen. Dass die Mannschaft auch von einer Verletzungsmisere heimgesucht wird, scheint bei einigen in arge Vergessenheit geraten zu sein.

Der Fußball unterliegt nun mal gewissen Zyklen, genau wie die Leistung eines jeden Spielers. Daran sollte sich der Supporter gewöhnt haben. Da muss nicht sofort sehr unfair in die Häme-Kiste gegriffen werden, so wie es in letzter Zeit auch in Richtung Sebastian Rode oder Andre Schürrle abgegangen ist, die verletzt sind und sehnsüchtig auf ein Comeback warten.

Der BVB wird bald seine kleine Krise überwunden haben. Gut, die Champions-League ist bis dann Vergangenheit. aber auch damit muss der Fan umgehen können. International geht es dann in der Europa-League weiter (hoffentlich!). Die Namen der Gegner sind nicht mehr ganz so glanzvoll, aber immer noch gut genug für spannende Spiele.

Das einzige, was dann nicht mehr so schön ist, ist die Tatsache, dass der BVB dann mehr Sonttags- ja eventuell auch Montagsspiele spielen muss. Die fersehabdeckung dieser Spiele ist mangelhaft und mit Zusatzkosten verbunden. Die Kehrseite detr Medaille.

Richtige BVB-Fans stehen voll und ganz hinter der Mannschaft – in guten wie in schlechten  Zeiten!

Borussia Dortmund: Auf einem guten Weg

Borussia Dortmund könne den Trainerwechsel von Tuchel nach Bosz nicht richtig verarbeiten, die Unruhe um den Dembele-Transfer und ein völlig neues Spielsystem für die Mannschaft, könne diese verunsichern, wurden in der vergangenen Woche ad absurdum geführt.

Borussia Dortmund ist auf einem guten Weg und wahrscheinlich auch in eine gute Bundesliga-Spielzeit. Heute Abend wird sich in etwa sagen lassen, ob es auch eine gute Champions-League-Saison werden kann. Lassen wir uns bei der Gruppenauslosung in Nyon überraschen.

Eines ist aber in jedem Fall klar. Die einizige, wirklich noch offene, Baustelle ist das Theater um Ousmane Dembele, der immer noch die Arbeit verweigert und von dem ungewiss ist, ob er in den Mannschaftkader des BVB zurückkehren kann. Watzke und Zorc setzen dafür voraus, dass sich Dembele höchst offiziell für sein Verhalten entschuldigt.

Schon interessant, wer sich in die Dembele-Diskussion so einmischt: Effenberg, Mattäus, Gotschalk, Löw und viele andere mehr. Jeder hat zu der Causa natürlich eine andere, bessere Meinung. Alle Äußerungen insgesamt sin wohl eher für den Müll, als dass Watzke und Zorc damit etwas anfangen könnten. Und der Sache hilfreich sind sie auch nicht.

Dass die Borussia trotz allem in Wolfsburg ein tolles Spiel gezeigt hat und sich Christian Pulisic als mehr als ein Dembele-Ersatz gezeigt hat, sollte niemandem verborgen geblieben sein.

Dass das neue Konzept von Trainer Peter Bosz von der Mannschaft verinnerlich wurde, war auch deutlich erkennbar. Dass es noch am Feinschliff fehlt, ist nicht tragisch, das wird schon.

Trainerwechsel und Spielkonzept sind also keine Feigenblätter mehr, sondern machen die Mannschaft stark. Sie hat sich verdient, dass alle BVB-Freunde gegen Hertha BSC hinter ihrer Mannschaft stehen und das Westfalenstadion erbeben lassen.

Wäre da noch etwas mehr als eine Randnotiz: Am 22. August ist mit Peter „Erbse“ Erdmann ein Fan-Urgestein von uns gegangen, das die Fan-Kultur beim BVB entscheidend mitgestaltet hat. Er hat vielen Jahren Höhen und Tiefen sowohl persönlich als auch mit dem BVB durchlebt. Er war ein echter Borusse! Behaltet ihn im Herzen!

 

Dembele: Geldgier kommt bei BVB-Fans gar nicht gut an.

Seit Neymars Deal nach Paris ist die Fußball-Welt nicht mehr in Ordnung. Die Franzosen zahlten den vertraglich für eine Ausstiegsklausen vorgesehenen Betrag von 222 Millionen Euro. Dies geschah auf Umwegen über Sponsoren-Scheichs und Neymar selbst.

Dass dieser Wechsel einmal Bedeutung für Borussia Dortmund haben würde, daran hätte beim BVB lange Zeit niemand gedacht. Bis der Finanz-Krösus FC Barcelona auf die Idee kam, dass Ousmane Dembele ein guter Neymar-Ersatz sein könnte. Und da das Geschäft mit dem Liverpooler Cautinho nicht klappte, wandte man sich in Richtung Dortmund.

Da war der Preis für Dembele allerdings schon weit über die 100 Millionen-Grenze gestiegen, wozu Barca nicht bereit war den Betrag zu bieten.

Dass Dembele seitens der Barca mit Supergehältern der Kopf verdreht wurde, ist klar. Barcelona ist bereit für einen Spieler, der spielerisch noch keineswegs als fertig zu bezeichnen ist, einen hohen Betrag zu zahlen. Dembele ist aber auch menschlich und chrakterlich noch keineswegs erwachsen.

Er muss noch sehr viel lernen, um im Leben einmal wirklich durchzukommen. Dem BVB bot er nur die kalte Schulter, erschien nicht zum Training und verweigert den Kontakt zum Verein. Das ist eine erbärmliche Reaktion darauf, dass die Borussia, sehr wohl berechtigt, eine hohe Ablöse fordert.

Mit dieser Aktion ist Dembele allerdings auch für den BVB „verbrannt“. Wer sich in solcher Art und Weise seinen Vertragspflichten entzieht, kann normalerweise nicht mehr in die Mannschaft zurückkehren. Die Suspendierung des Spielers ist eine mehr als notwendige Reaktion des Vereins. Sollte Dembele allen Unkenrufen zum Trotz doch noch einmal im Westfalenstadion auflaufen, kann er sich auf den Protest der Fans freuen. Bei denen ist nämlich alles geil, nur keine Geldgier! Da ist er nun durch!

Der BVB sollte, wenn kein besseres Angebot aus Spanien kommt, den Spieler halten, aber ihn für ein Jahr zum Nachdenken auf die Tribüne setzen. Die neuesten Rauchzeichen aus Barcelona scheinen allerdings nun doch noch ein für den BVB befriedigendes Angebot zu senden. Warten wir es ab. Die BVB-Führung jedenfalls hat bisher in dieser Causa alles richtig gemacht.

Der Westen hängt hinten dran… (Erkenntnisse nach einem MeckPomm-Urlaub)

Mecklenburg-Vorpommern, früher wohl mal hauptsächlich landwirtschaftlich und seemännisch unterwegs. Anreiz für uns, hier zum zweiten Mal unseren Urlaub zu buchen. Nicht zuletzt wegen einer tollen Ostsee, netten Menschen und guten Bedingungen für Radfahrer.

Schon beim ersten Besuch vor einigen Jahren fiel der schroffe Unterschied zwischen aufgemotzten Altstädten (Wismar, Schwerin, Stralsund zu den Leerständen und Bauruinen außerhalb der Städte auf. Es wurde offensichtlich, wo Wessis sich hereingekauft und Geld gelassen hatten. Sehr zum Vorteil dieser Region.

Nicht zuletzt hat ja die noch heute bestehende „Nothilfe Ost“, der Solidaritätszuschlag ein Übriges getan. Wo öffentliche Mittel benötigt wurden, wurde es auch ausgegeben. Beispiel Straßenbau. Die früheren DDR-Straßen sind heute in einem erheblich besseren Zustand als die Straßen des Westens. Mittlerweile wurden die „Stoßdämpferteststrecken“ in die alten Bundesländer „verlegt“. Hier wiederum ist das nötige Geld zur Investition nicht vorhanden.

Die überall angebrachten Hinweise auf die Finanziers von Bauvorhaben aller Art, zeigen, dass in großem Umfang Mittel der Europäischen Union (in die Deutschland ja Haupteinzahler ist) ebenso wie Mittel des Bundes eingeflossen sind. Die Mittel des Bundes sind dann wohl unsere Soli-Beiträge, also Geld, das uns gehört.

In vielerlei Belangen haben sich gegenüber den 90er Jahren nun die Dinge verkehrt. Im Westen sind die Straßen schlecht, im Osten sind sie hervorragend. Im Osten ist die Infrastruktur überstrukturiert, bei uns im Westen wird sie immer schlechter, ohne dass gegengelenkt würde. Im Westen geht die Bausubstanz den Bach runter, im Osten wird gemalt und gestuckt, wie das Zeug hält. Das gilt natürlich für alle neuen Bundesländer.

Frau Merkel schaut, dass ihre alte Heimat im Sinne Helmut Kohls als „blühende Landschaft“(das kann vielerlei bedeuten) erstrahlt, lässt aber zum Beispiel Nordrhein-Westfalen (zumindest die bisherige SPD/Grünen-Regierung) im Stich. Möglicherweise haben Herr  Laschet und Herr Lindner ja jetzt mehr Glück.

Es ist an der Zeit, sich Gedanken über die Wiedervereinigung zu machen. Ein Land, in dem nach fast dreißig Jahren Zusammengehörigkeit immer noch unterschiedliche Löhne und Gehälter gezahlt werden, immer noch unterschiredliche Rentenniveaus bestehen, ist eigentlich nicht ein Land. Unmittelbar nach der Wende waren die Unterschiedeso kraß, das es vor allem junge Leute gen Westen zog.

Die Politik hat es über Jahrzehnte geschafft, die Wiedervereinigung auf vielen Sektoren zu negieren, um finanziell noch Profit daraus zu ziehen. Noch heute zahlen die Wessis einen Solidaritätsbeitrag für die neuen Bundesländer. Fällig wäre mittlerweile wegen der vielen Baustellen in den alten Bundesländern ein Soli in umgekehrter Richtung.

Mit ein bisschen mehr Weitsicht damals 1990 und ein wenig mehr Struktur in den Plänen zur Wiedervereinigung, hätte manches besser laufen können. Historiegeile Politiker haben eine wirkliche Wiedervereinigung auf Augenhöhe nicht abwarten können. Einmal mehr auf Kosten des Volkes.

Und es nimmt kein Ende…

Die Unruhe um einen Wechsel von P.E. Aubameyang nimmt kein Ende. Obwohl der Verein klipp und klar erklärt hat, dass der Spieler für die Saison 2017/18 für den BVB spielt, können es einige höchst übereifrige Pressevertreter offenbar nicht lassen.

Unruhe durch die Presse in den Verein tragen zu lassen, hat schon vielen Vereinen sehr geschadet. Da bestimmt dann nicht mehr der Verein, was passiert sondern die Medienszene.

Das ist dann die ganz schlechte Art. Der BVB muss aufpassen, dass ihm nicht Ähnliches passiert. Es gibt einige Pressevertreter, die offenbar meinen, ihr eigenes Ding machen zu können. BILD und SPORT BILD sind u.a. solche Strategen. Die brauchen jeden Tag ihre Story und hauen den tollsten Unsinn heraus.

Das mag die Auflage vielleicht steigern, aber es schadet dem Klub. Da können Spieler, Trainer und Vereinsführung darüber reden, dass diese Meldungen an Ihnen abprallen, nichts bewirken. Am Ende haben sie in den Hinterköpfen dennoch ihren Platz gefunden und für manchen Fehlpass und manches nicht erzielte Tor gesorgt.

Die BVB-Führung tut gut daran, klare Ansagen zu machen. Und in Bezug auf Spielerwechsel ist da ja auch noch die ad hoc-Mitteilung für die Aktionäre.

Schlechter Stil der Presse ist es in jedem Fall, wenn etwas berichtet wird, das definitiv falsch ist.

Borussia Dortmund: Endlich wieder Ruhe

Es sieht so aus, als kehre beim Borussia Dortmund nach den auftregenden Tagen rund um den DFB-Pokalsieg und die Entlassung von Trainer Thomas Tuchel wieder ein wenig Ruhe ein.

Mit Peter Bosz haben die Verantwortlichen schneller als erartet einen neuen Coach für das Team präsentiert. Der bisher bei Ajax Amsterdam tätige Bosz kann sich beim BVB europaweit einen Namen machen, wenn er denn erfolgreich Fußball spielen läßt. Er macht einen sehr engagierten Eindruck und ein Angsthase scheint er auch nicht zu sein. Bosz‘ Fußball ist offensiv und aggressiv. Da können sich die Fans schon auf die neue Spielzeit freuen.

Vier Transfers sind perfekt gemacht, die Namen Toprak Dahoud, Phillipp und Zagadou sind bekannt. Es werden mit einiger Sicherheit nicht die letzten sein. Aber auch hier ist es momentan verdächtig ruhig. Endlich mal keine Dauergerüchte um die diversen Akteure.

Momentan liest man, dass es Emre Mor erlaubt ist, mit anderen Klubs zu sprechen. Bedeutung ist klar: Mor ist mit seinem jahr bei der Borussia höchst unzufrieden. Welche Rolle der neue Trainer für ihn hätte, ist momentan nicht bekannt. Diese Personalie wird nach der Rückkehr Mors von der türkischen Nationalmannschaft sicher noch weitergehen.

Verdächtig ruhig ist es um den heiß umworbenen Stürmerstar Pierre-Emerick Aubemeyang. eine Woche ohne jegliche Gerüchte könnten darauf hinweisen, dass er in Dortmund bleibt. Aber Vorsicht: Englische, spanische und auch nach wie vor chinesische Klubs träumen von „Aubas“ Toren.

Zu lang ist noch die Sommerpause und offziell öffnet sich das Transferfenster ja erst noch. Es ist also noch viel Zeit zu überbrücken, bis der BVB sagen kann: unser Kader steht!

Positiv ist sicher, dass Mario Götze im Juli endlich wieder ins Training einsteigen kann. Man darf gespannt sein, wie er sich präsentieren wird und ob er wieder Fuß fassen kann.

Negativ: Marco Reus Ausfall bis Januar/Februar 2018 ist bitter für ihn und seine Fans. Der Ex-Freiburger Phillipp wird beweisen müssen, dass er Reus ersetzen kann. Auch hier gilt: ein 1:1-Ersatz ist hier wohl nicht möglich aber die Spielanlage von Phillipp ähnelt der von Reus doch sehr. Lassen wir uns also überraschen und genießen die Sommerpause in vollen Zügen.

Eine Beruhigungspille gibt es übrigens von Ousmane Dembele. Er erklärte in Frankreich, dass er in Dortmund bleiben wird. Eine klare Aussage, die auch Hoffnung macht in Richtung „Auba“!

Memorandum für „Allianz Smart City Dortmund“ unterzeichnet

 "Smarte" Projekte fördern und Netzwerke der Zukunft erschließen - das hat sich die "Allianz Smart City Dortmund" auf die Fahnen geschrieben. Bereits seit Dezember arbeiten die Stadt Dortmund, die IHK Dortmund, die hiesige Leitstelle Energiewende und der IT-Ausrüster Cisco an der gleichnamigen Akteursplattform. Am 8. Juni gaben sie der Kooperation mit der Unterzeichnung eines Memorandums einen Rahmen.
Die Allianz bietet Unternehmen und Wissenschaft eine Plattform, um gemeinsam Pilotprojekte zu entwickeln und Geschäftsfelder zu erschließen. Konkrete Projekte werden etwa in den Bereichen Energiemanagement, Mobilität und Logistik, Mensch & Demographischer Wandel, IT-Plattformen und Bürgerservices, Städtische Infrastruktur und Sicherheit angestrebt. 65 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen sind bereits in der "Allianz Smart City Dortmund" aktiv. Ziel ist es, intelligente Syteme und digitale Technologien weiter zu entwickeln.
Ende Juli 2017 soll über die Umsetzung erster Pilotprojekte entschieden werden.
Als "Smart City", als schlaue Stadt, versteht sich ein stadtweites Computer- und Sensornetz für Bürgerdienste, digitale Infrastruktur sowie Komfort- und Sicherheitsfunktionen. 
Infos unter www.dortmund.de

Bundesliga wird zum journalistischen Panoptikum

Die Zeit, in der der Fußball ruht, ist eine tolle Zeit. Fallen den Journalisten schon während der Saison die tollsten Storys ein, dann geht in der Sommerpause der Gaul mit ihnen durch. Wo man hinschaut und was man auch liest: Geschichten, Gerüchte, Gelaber.

Welch ein Druck muss auf den Redakteuren lasten, wenn man sich Tag für Tag Dinge einfallen lässt, die oft an der Wahrheit ein gutes Stück vorbeirauschen.

Nehmen wir einmal das Beispiel „Auba“ von Borussia Dortmund. Es vergeht kein Tag, an dem nicht der Name mit irgendeinem Verein in Europa und China in Verbindung gebracht wird. Es werden Ablösesummen zwischen 60 und 100 Millionen kolportiert und der Spieler selbst soll monatlich eine Million verdienen und auch noch ein bischen mehr.

Michael Zorc, der Sportdirektor des BVB, er dementiert diese Meldungen, denn wahr it bis dato, dass in dieser Personalie definitiv nichts passiert ist, was meldenswert geesen wäre.

In einem solchen Fall nämlich, hätte als erstes der BVB seine Aktionäre verständigen müssen. Und da es bisher keine ad hoc Meldung gegeben hat, liegt offenbar auch kein angebot vor. So läuft es bei „Auba“ und allen anderen BVB-Spielern auch.

Bei anderen Vereinen der Bundesliga muss zwar keine ad hoc Meldung herausgegeben werden, aber auch dort wird gebaggert bis zum Gehtnichtmehr. Wie wär es, auch im Sportjournalismus mal die Füße still zu halten und das zu vermelden, was tatsächlich Sache ist.

Wäre eine klare Linie: Spart den Vereinen viel Arbeit und vermeidet vor allem Irritationen bei den Supporters der Vereine.

Da ist es, um beim Beispiel BVB zu bleiben, doch viel besser, sichere Neuzugänge wie Zagadou, Philipp, Dahoud oder Toprak an die Leser zu bringen. Das ist schon reichlichDiskussionstoff für Büro und Kneipe.

Sportjournalismus verkommt zum Boulevard

„Hosianna“ und „Kreuzigt ihn“ liegen im Fußball sehr eng beieinander. Erst recht, wenn es um Personen geht, die von den Fans geliebt oder eher gehasst werden. Thomas Tuchel, Dortmunds Ex-Trainer, war so ein Liebling. Schließlich hat er mit der Mannschaft den Deutschen Pokal mal wieder nach Dortmund geholt und auch die direkte Qualifikation für die Champions League geschafft.

Dagegen steht eine Person wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eher bei den Aktionären im Fokus, nicht aber bei den Fans. Genau dieser Hans-Joachim Watzke ist jetzt aber nicht nur Zielscheibe von Teilen der Fans, sondern auch der Presse.

Einige Journalisten versuchen sich in der Ächtung der Person Watzke. Und sie versuchen sich gegenseitig zu übertreffen, nachdem dieser den durchaus sportlich erfolgreichen Trainer vor die Tür gesetzt hat. Alle Schuld wird nun bei Watzke abgeladen, ohne zu reflektieren, was denn wirklich hinter diesem ganzen Theater steckt.

Die Fakten, die zur Entlassung des Ex-Mainzers geführt haben, sind den meisten Journalisten gar nicht bekannt. Das Wissen beschränkt sich auf einige wenige Details, mehr nicht. Trotzdem versuchen sich einige „Spitzenkönner“ darin, aus Kaffeesatzlesen ihre täglich abverlangten Storys zu generieren. Das sollte man nicht tun, denn es schadet dem Ansehen des Sportjournalismus. Das hat schon genug Schaden genommen, weil man den Sportjournalisten vorwerfen kann, in der Hauptsache Spekulations- und Sensationsjournalismus zu produzieren, wobei der Sport selbst insgesamt nur schlecht wegkommt. Sportjournalismus verkommt zum Boulevard! Schade, dass diese Entwicklung sich immer mehr durchgesetzt hat. Den wahren Sportfreunden geht das ganz schön an den Nerv.

Gibt es nichts mehr über gewonnene oder verlorene Spiele zu berichten, werden die kleinen Skandälchen hochgekocht, Ablösesummen in die Höhe getrieben und es wird spekuliert: geht er oder bleibt er? Kommt er oder kommt er nicht? Transfergerüchte – ganz schrecklich! Fährt er in Urlaub und wohin und mit wem? Und das liest und hört und sieht man jetzt wochenlang in den Gazetten, dem Hörfunk oder im TV. Tolle Aussichten! Da freut man sich doch schon wieder auf das erste Spiel der Saison 2017/18, oder?

Achtung bei Verträgen mit A.I. Fitness GmbH

Ich hatte im Jahr 2013 mit der All Inklusiv Fitness GmbH mit Hauptsitz in Wuppertal einen Vertrag über die Nutzung eines FitnessStudios in Essen Borbeck unterzeichnet. Der monatliche Preis war mit 19,95 Euro monatlich angegeben und erschien sehr günstig.

Bereits bei der Unterzeichnung wurde ich darauf hingewiesen, das vierteljährlich eine sogenannte „Servicepauschale“ von 9,95 Euro eingezogen würde. Damit erhöhte sich der monatliche Preis bereits auf runde 23,20 Euro. Naja, immer noch günstig.

Im Februar 2015 habe ich den Vertrag gekündigt. Eine sofortige Kündigung verwehrte das Unternehmen nd schickte mir eine Kündigungsbestätigung mit dem Datum 28. Februar 2016.

Leider habe ich an dieser Stelle einen Fehler begangen. Ich habe das Datum ganz einfach falsch gelesen. 28.2.2015 Ich habe das Schreiben dann zu den Akten gepackt.

Die Angelegenheit war damit bei mir aus dem Sinn und gelaufen. Ich erhielt auch keine Mahnung, nachdem ich das Lastschriftverfahren eingestellt hatte. Auch erhielt ich keinen Hinweis darauf, dass sich mit der Beendigung des Lastschriftverfahrens der monatliche Beitrag um weitere fünf Euro erhöht. Wo also ist die Mahnung des Vertragspartners nach §286 des BGB?

Etwas mehr als zwei Jahre danach erhalte ich von einem Inkassobüro in Dortmund eine Forderung, die innerhalb von sieben Tagen bezahlt werden sollte. Es handelte sich um mehr als 350 Euro, wobei die Hauptforderung beietwa 250 Euro lag.

Das Inkassobüro berechnete für seine „1. Mahnung“, so stand es in dem Forderungskatalog, den ich angefordert hatte, mehr als 70 Euro. Das ist gelinde gesagt Wucher.

Ich habe die Hauptforderung anerkannt und bezahlt. Daraufhin meldet sich bei mir ein Rechtsanwalt Herter aus Castrop-Rauxel und stellt mir weitere 170 Euro in Rechnung. Ich bin mir keiner Schuld bewußt und habe dem widersprochen.

Mal sehen, wie es weiter geht! Wenn Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, schreibt mir. Möglicherweise ist ein gemeinschaftliches Vorgehen gegen die „Abzocker“ sinnvoll und für alle kostengünstiger, als wenn jeder sein Ding allein versucht durchzubringen.